Am Mittelpfeiler des Hauptportals, in bester Sichtposition, halten zwei Männer eine steinerne Schriftrolle. Darauf steht einer der wichtigsten Hinweise zum Bau des Berner Münsters. In einer kleinen Detektivarbeit ist er zu entziffern!

Am Mittelpfeiler des Hauptportals, in bester Sichtposition, halten zwei Männer eine steinerne Schriftrolle. Darauf steht einer der wichtigsten Hinweise zum Bau des Berner Münsters. In einer kleinen Detektivarbeit ist er zu entziffern!
Ihr steht auf der mächtigsten Terrasse der Stadt – der Plattform. Sie wurde gleichzeitig wie der Münsterbau geplant und ab 1430 nach und nach bis zur heutigen Höhe errichtet. Seit der grossen Reperatur von 1986 führt ein Schacht in das Innere der Plattform. Dort befand sich ein besonderer Schatz. Vielleicht habt ihr Gelegenheit, den Stollen mit der Klasse zu besichtigen.
Für den Bau des Berner Münsters wurde vorwiegend Sandstein verwendet. Nur ganz wenige Bauteile bestehen aus anderen Materialien, so zum Beispiel aus Kalkstein, Holz, Ton, Glas, Kupfer, Blei und Eisen.
Am Zytglogge befindet sich eine der kompliziertesten und wertvollsten Uhren Europas und wurde 1530 hergestellt. Sie zeigt nicht nur die Zeit, sondern liefert auch ganz viele
astronomische Angaben. Deshalb nennt man sie auch Astrolabium.
Betrachtet ihr den Stadtplan, so seht ihr, dass sich der Zytglogge-Turm ganz am Ende der alten Zähringerstadt befindet. Somit bildete er um 1200 das obere (westliche) Eingangstor zur Stadt. Erst als man im Turm eine Glocke aufhängte und anschliessend im Innern ein erstes Uhrwerk einrichtete, erhielt der Turm seinen heutigen Namen „Zytglogge“. Von nun an bestimmte sein Stundenschlag die Zeit der Stadt und des Umlandes.
Das Figurenspiel: Kurz vor jeder vollen Stunde kräht der goldene Hahn. Anschliessend bewegt das Uhrwerk noch viele weitere Figuren.
Die Nydeggkirche ist die zweitälteste Kirche der Stadt Bern. Sie steht an der Stelle der mächtigen Burg Nydegg. Diese wurde von den Bernern nach dem Aussterben der Grafenfamilie der Zähringer zerstört. Beim Chor gegen die Matte hin sieht man noch die wenigen Überreste der ursprünglich mächtigen Festung. Sie war ähnlich gross wie das Schloss Thun!
An der Kirche hat es zwei grosse Türen mit Bronzetafeln, die Szenen aus der Bibel zeigen. (links: brückenseitige Türe, rechts: hofseitige Türe)
Die Untertorbrücke ist die älteste und erste Brücke, die zwischen Thun und Bern über die Aare in die Stadt Bern führte. Früher war diese Brücke eine regelrechte Festung, damit das mögliche Eindringen von Feinden verhindert werden konnte. Erst vor gut 200 Jahren verlor sie dieses trutzige Aussehen. Seit der Fertigstellung der Nydeggbrücke 1844 nahm der Verkehr über die Untertorbrücke massiv ab.
Auf dem Bild ist eine Ratsversammlung im Berner Rathaus um 1584 zu sehen. Diese wurde vom Schultheiss geführt. Diese Sitzungen bestimmten das Leben der Stadt und der ganzen Republik Bern.
Die Fricktreppe gehört zu den ältesten Treppen der Berner Altstadt. Sie verbindet die obere Stadt mit der Matte. Sie führt von der Herrengasse durch eine reine Holzkonstruktion in die Badgasse am Fuss der Plattform.
Hans Franz Nägeli war der Anführer Berns, welcher 1536 mit 6‘000 Soldaten die Waadt eroberte. Diese gehörte danach bis 1798 zum Untertanengebiet der Republik Bern und wurde erst 1803 zum heutigen Kanton Waadt.
Betrachtet ihr die alten Gebäude der Stadt Bern ganz genau, könnt ihr viele spannende Details entdecken. So findet ihr zum Beispiel auf dem Weg vom Zytgloggeturm zum Münster ganz verschiedene Tiere.