Engel als überirdische Wesen haben im christlichen Glauben eine besondere Bedeutung. Am und im Berner Münster trifft man eine Vielzahl davon an: als Stein- oder Holzfiguren, auf Wand- und Glasmalereien verkünden sie ihre besonderen Botschaften.

Engel als überirdische Wesen haben im christlichen Glauben eine besondere Bedeutung. Am und im Berner Münster trifft man eine Vielzahl davon an: als Stein- oder Holzfiguren, auf Wand- und Glasmalereien verkünden sie ihre besonderen Botschaften.
Das Hauptportal ist das reichste und noch vollständig erhaltene Portal des Berner Münsters. Es wurde im Bildersturm der Reformationszeit um 1528 glücklicherweise verschont. Es zeigt uns in seinem Zentrum eindrücklich die Vorstellung des Mittelalters über den „Jüngsten Tag“, den letzten Tag der Menschheit, wo Jesus als Weltenrichter über die sündhaften und seligen Menschen richten wird.
Am Mittelpfeiler des Hauptportals, in bester Sichtposition, halten zwei Männer eine steinerne Schriftrolle. Darauf steht einer der wichtigsten Hinweise zum Bau des Berner Münsters. In einer kleinen Detektivarbeit ist er zu entziffern!
Die Dominikanermönche gehörten einem sogenannten Bettelorden an. Der Orden trägt den Namen des Mönchs Dominikus, dessen Ideal die persönliche Armut war. Dominikus sah die Aufgabe seines Lebens darin, als Wanderprediger umher zu ziehen und ungläubige Menschen für die Kirche zurück zu gewinnen. Viele Dominikanermönche haben an Universitäten studiert und verfügten daher über ein breites Wissen, welches sie bei der Arbeit einsetzen konnten.
Die Nydeggkirche ist die zweitälteste Kirche der Stadt Bern. Sie steht an der Stelle der mächtigen Burg Nydegg. Diese wurde von den Bernern nach dem Aussterben der Grafenfamilie der Zähringer zerstört. Beim Chor gegen die Matte hin sieht man noch die wenigen Überreste der ursprünglich mächtigen Festung. Sie war ähnlich gross wie das Schloss Thun!
An der Kirche hat es zwei grosse Türen mit Bronzetafeln, die Szenen aus der Bibel zeigen. (links: brückenseitige Türe, rechts: hofseitige Türe)
Herzog Berchtold V. von Zähringen ist neben vielen anderen Städten auch der Gründer von Bern. Zu seinen Ehren wurde die Statue im
Nydegghöfli errichtet.
Ihr befindet euch bei der Nydeggkirche. Im Mittelalter stand hier die Burg Nydegg. Doch warum wissen wir das?
In einem der ältesten Schriftstücke von Bern wird von einer Burg Nydegg berichtet, die hier gestanden haben soll. Als man 1951 Teile des Nydeggquartiers abgebrochen hat, stiess man auf Überreste dieser Burg.
Die Adligen im Mittelalter mussten sich genau überlegen, wo sie ihre Burg bauen wollten. Der ausgewählte Platz musste möglichst sicher vor Feinden sein, über einen Trinkwasserbrunnen verfügen und auch für den Verkehr gut erreichbar sein.
In der Nähe der Untertorbrücke versteckt sich die Spur eines Krieges. Es handelte sich um einen Aufstand gegen die Helvetische Republik. Die Kämpfer hatten schlechte Waffen und nur eine einzige Kanone. Mit dieser schossen sie vom Klösterlistutz aus auf das Burgerhaus am Läuferplatz, in der Meinung, sie würden ein Ratsgebäude treffen.
Auf dem Bild ist eine Ratsversammlung im Berner Rathaus um 1584 zu sehen. Diese wurde vom Schultheiss geführt. Diese Sitzungen bestimmten das Leben der Stadt und der ganzen Republik Bern.