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Erker, vornehmste Ausblicke in die Gasse

Die mittelalterliche Bauordnung schrieb klar vor, wie breit eine Gasse sein musste. Dieses streng eingehaltene Mass wurde im gotischen Bern von der Höhe des 1. Stockwerks aus bei einigen Häusern von sehr reichen Besitzern überschritten: Sie errichteten zur besonderen Zierde ihrer Häuser Erker. Das sind über die Hausfassade herauskragende, turmähnliche Anbauten.

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Bau und Architektur Frühe Moderne Frühe Neuzeit / Renaissance Gassen Neuzeit / Barock Spätmittelalter / Spätgotik

Das typische Gesicht der Berner Altstadt

Die Einheitlichkeit der Berner Altstadt ist nicht zufällig: Strenge Bauvorschriften bestimmten, dass…

– die Gassenbreite eingehalten wurde,
– die Häuser ungefähr gleich hoch sein mussten,
– fast alle Häuser eine gleiche Dachform hatten (Satteldächer) und mit ihrer Dachtraufe (Dachkännelseite) zur Gasse hin stehen mussten,
– alle Dächer wegen der strengen Brandvorschriften mit Ziegeln eingedeckt wurden,
– zwischen jedem Haus eine durchgehende Brandmauer errichtet wurde.

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Bau und Architektur Gassen Neuzeit / Barock Zytglogge

Ein verschwundenes Gebäude

In der Hotelgasse stand einmal ein beeindruckendes, barockes Gebäude, die Bibliotheksgalerie. Durch ihren Bau wollte man die Stadtbibliothek erweitern und Platz für Bücher schaffen. Doch schliesslich wurde das Gebäude nie als Bibliothek, sondern hauptsächlich als Museum benutzt. Darin wurden viele wertvolle Sammlungsgegenstände, wie beispielsweise Gemälde wichtiger Personen, kostbare Wandteppiche und sogar präparierte Vögel ausgestellt. Deshalb nannte man sie auch „Vögelibibliothek“.

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Bau und Architektur Gassen Neuzeit / Barock

Der Erlacherhof, „entre Cour et Jardin“

Der Erlacherhof an der Junkerngasse 47 ist der schönste und wohl auch teuerste, private Stadtpalast. Er steht zwischen einem Ehrenhof, dem „Cour“ und dem Garten (Jardin). Er wurde vom schwerreichen Schultheiss Hieronymus von Erlach und seinem Architekten Albrecht Stürler von 1745 bis 1752 errichtet. An den Giebelfeldern der Seitenflügel steht das Monogramm (die inneinandergestellten Anfangsbuchstaben) des Bauherrn. Wenn man auf der rechten Seite des Erlacherhofs durch das Bubenbergtörchen runtergeht, sieht man die gewaltige Stützmauer für den Garten des Palastes.